Krümmerbolzen ersetzen

die Getriebewelle war ja gerade in der Werkstatt und da hab ich mich halt mit den anderen bestellten Ersatzteilen beschäftigt.

Einige Krümmerbolzen waren krumm, so dass ich beim Festschrauben des Krümmers mit Ratsche, Verlängerung und Nuss die Nuss nicht mehr abnehmen konnte, weil sie zwischen Rahmenrohr und Zylinderkopf hing. Mit einem Rohrschlüssel ging’s auch nicht, weil der ebenfalls am Rahmenrohr hing. Also, wenn der Kopf schonmal unten ist, gleich mal die Bolzen wechseln.

Die alten Bolzen lassen sich einfach mit einer Gripzange ausbauen.

So sieht das dann aus:

Hier sieht man schön, wie krumm die Bolzen waren:

Die neuen Bolzen lassen sich einfach eindrehen. Wenn das von Hand nicht klappt, einfach mit einer gekonterten Mutter eindrehen. Drehmoment ist m.W. 7 Nm (ungefettet). Oder einfach von Hand mit Gefühl…

Und so sieht der Kopf mit den neuen Bolzen aus:

Schön, oder?

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Es kann losgehen …

naja, eigentlich ist schon alles fertig und der Motor auch schon wieder eingebaut. Dennoch möchte ich die Schritte bis dahin aufschreiben, vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen.

Erstmal kam ein Paket vom Motoritz – vielen Dank dafür. Es war wie erwartet alles drin, was ich brauche und bestellt hab.
Die gebrauchte Ölpumpe macht einen sehr guten Eindruck und sieht viel viel besser aus, als meine.

Ich hab mich gleich mal an die Getriebeausgangswelle gemacht und das Zahnrad getauscht. Das Eingangswelle lässt sich nicht in Eigenregie bearbeiten, da das Zahnrad vom zweiten Gang fest auf der Welle verpresst ist und man so nicht an die anderen Zahnräder rankommt. Mit dem neuen Ritzel und der Welle bin ich zur Werkstatt gegangen und hab die das machen lassen.

Die Ausgangswelle lässt sich mit einer Segeringzange problemlos demontieren. Alle Ritzel wurden gereinigt und mit ordentlich Öl wieder auf die Welle gesetzt.

Sauberes und ordentliches Arbeiten ist Voraussetzung für die erfolgreiche Reparatur. Beim Zerlegen alle Teile in der Reihenfolge der Demontage ablegen ist hier ganz hilfreich. Falls doch mal was unklar ist, gibt es Explosionszeichnungen z.B. unter folgenden Links:

Achtung: Die Getriebewellen des 3TB Motors der XT600K und der XT600E sind unterschiedlich. Bei der K-Variante ist auf der Ausgangswelle zwischen dem 2. und 5. Gang noch eine Scheibe, die es bei der E nicht gibt. Also aufgepasst!

Die Eingangswelle war auch bald wieder aus der Werkstatt da und sieht jetzt so aus:

Links daneben ist noch zum Vergleich das alte Zahnrad. Man erkennt deutlich den Unterschied.

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Einkaufsliste – Reparatur 5. Gang XT600 / 3TB

Für alle, die auch den 5. Gang tauschen wollen/müssen hier mal eine Liste der Teile und ungefähren Preise. Ich muss zugeben, dass ich die Kosten etwas unterschätzt habe – zumal ich wusste, was die Zahnräder kosten. Nicht aufgeführt ist das Werkzeug, was ich mir im Laufe der Arbeiten zugelegt habe…

  • Dichtsatz – 70 €
  • Öl – 20 €
  • Ölfilter (Satz) – 3 €
  • Dichtmittel (Permatex) – 13 €
  • 5. Gang (beide Zahnräder) – 165 €
  • Sicherungsbleche – 12 €
  • Kolbenbolzensicherungsring – 2 €
  • Ölpumpe – gebraucht – 90 €

Zusätzlich habe ich noch folgende Sachen bestellt, weil’s entweder nötig war oder man es leicht machen kann, wenn der Motor schonmal offen ist.

  • Simmeringe – 30 €
  • Krümmerbolzen + Muttern – 5 €
  • Motorölventil – 10 €
  • magn. Ölablassschraube – 5 €
  • Zündkerze – 3 €
  • Motorölsieb – 5 €
  • Schraube vom Ventildeckel – musste ich leider ausbohren – 0 €
  • Zündkerzenschlüssel – 5 €

Alles in allem knapp 450 €. Puh – ich hatte ca. 250 € geplant.

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Alles wieder auseinander

war ja eh schon geplant. Der 5. Gang macht Geräusche und das Öl verschwindet irgendwo. Über’n Winter ist da die perfekte Zeit, einmal den Motor zu spalten, alles zu reparieren, was gemacht werden muss und am Ende alles wieder zusammen zu bauen.

Gesagt getan, Motor raus und ab in den Keller damit:

Motor im Keller

Dann hab ich schrittweise alles zerlegt, bis es so aussah:

Motor im Keller

Motor im Keller

Motor im Keller

Gut zu sehen sind die kaputten Stellen am 5. Gang hier (2. Zahnrad von links):

5. Gang

Durch zu untertouriges Fahren wird das Zahnrad zu stark belastet, so dass das kleine Ritzel seine Spuren auf den Zähnen hinterlässt.
Das kleine Zahnrad lässt sich selbst tauschen – die Welle kann ohne Spezialwerkzeug demontiert werden. Das große Zahnrad ist zwar lose auf der Welle, der davor sitzende 2. Gang ist aber ausgepresst. Also, einmal zur Werkstatt bitte.

Die ausgeschlagenen Späne müssen übrigens auch irgendwo hin. Einmal findet man sie im Motorölsieb und einmal wandern sie durch die Ölpumpe. Beides sieht entsprechend aus:

Motorölsieb

Ölpumpe

Bei der Ölpumpe sind auf den Rotoren deutliche Schleifspuren zu sehen. Ich kann nicht beurteilen, wie sich das auf die Pumpleistung auswirkt und werde sie ersetzen.

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Mein erstes mal…

mit nem Helicoil ein Gewinde repariert. Hab mich dann doch entschlossen, den Pfusch sein zu lassen und nen Helicoil-Satz gekauft. War sogar auf Lager beim Stahlgruber in Gröbenzell – also gleich mitgenommen. Meine Frau bekommt dafür neue Schuhe – die Welt ist also für uns beide in Ordnung 🙂

Helicoil-Satz

In dem Satz für M6-Gewinde ist ein Bohrer (6,3 mm), ein Gewindeschneider (6,8 mm), ein Eindrehwerkzeug, ein Dorn zum knacken des Mitnahmezapfens und ein paar Helicoils enthalten. Der Ablauf ist wie folgt:

  1. Aufbohren des alten Gewindes
  2. Schneiden des neuen Gewindes
  3. Reinigen
  4. Eindrehen des Helicoil
  5. Zapfen brechen
  6. Reinigen

Das ganze dauert (sogar beim ersten mal) nur ca. 5 Minuten und ergibt ein neues Gewinde für die alte Schraube, was vertrauenswürdig aussieht.

Da ich sowieso den Deckel der Kupplung öffnen wollte, um das Primärritzel zu prüfen, hab ich gleich dort das eine kaputte Gewinde vom Ölfilterdeckel repariert:

Mein erstes Helicoil

Sieht doch ganz gut aus, denke ich. Die beiden Gewinde vom Ansaugstutzen folgen, sobald die neuen Dichtungen für den Kupplungsdeckel da sind und dort wieder alles verschlossen ist – nicht, dass da noch was reinfällt, denn aktuell sieht’s so aus – zum Bohren in die Gewinde vom Ansaugstutzen musste der Motor raus – zumindest hatte ich anders nicht genügend Platz. Vielleicht geht’s auch irgendwie anders – egal, haben wir den Motorausbau halt auch gleich mal geübt.

Aktueller Zustand

Aktueller Zustand

Aktueller Zustand

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Und auch gleich die erste unangenehme Überraschung…

Scheinbar hatte der Vorbesitzer auch das Falschluftproblem und hat versucht, es mit Kraft und Dichtmasse zu lösen. Die Ansaugstutzen sehen so aus:

Ok, das lässt sich lösen – allerdings hat er wohl versucht, die Schrauben so fest wie möglich zu ziehen und dabei das Gewinde zerstört.

Beim Hauptvergaser waren auch längere Schrauben drin, aber da sehen die Gewinde noch gut aus. Mal schauen, wie ich das ohne Helicoil o.ä. erstmal dicht bekomme, so dass es bis zum Winter hält.

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Erstmal nen Service…

Als erstes kommt mal ein kleiner Service dran, d.h.

  • Ventile einstellen
  • Ölwechsel
  • Kette spannen

Nachdem aber am Ansaugstutzen irgendwo Falschluft gezogen wird, muss auch der Vergaser erstmal runter. So schaut’s aktuell aus:

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